Presseberichte Jahreskonzerte

Jahreskonzerte 2013

Bericht im St. Galler Tagblatt vom 21. Januar 2013, Text und Foto: Rudolf Käser

symbol_pdf_k.png

Jahreskonzerte 2012

Bericht im St. Galler Tagblatt vom 23. Januar 2012, Text: Peter Beerli, Foto: Urs Bosshard

symbol_pdf_k.png

Jahreskonzerte 2011

Bericht im St. Galler Tagblatt vom 24. Januar 2011, Text und Foto: Rudolf Käser

symbol_pdf_k.png

Jahreskonzerte 2010

Bericht im St. Galler Tagblatt vom 25. Januar 2010, Text und Foto: Rudolf Käser

symbol_pdf_k.png

Jahreskonzerte 2009

St. Galler Tagblatt, Rudolf Käser - Die Stadtmusik Rorschach bot am vergangenen Wochenende zwei grandiose Jahreskonzerte. Das Feuer entfachte Dirigent Guido Schwalt. Die Konzerte standen ganz im Zeichen seines 30-Jahr-Dirigenten-Jubiläums. Guido Schwalt gehört bei der Stadtmusik Rorschach zum Inventar wie Musikantinnen und Musikanten oder Instrumente. Vieles von diesem Inventar kommt und geht, nicht jedoch Guido Schwalt. Der stets einfallsreiche Dirigent wartete mit seinen Leuten auch am Wochenende wieder mit vielen musikalischen Überraschungen auf. Die Stadtmusik bot schlicht grandiose Konzerte.
Die Chemie stimmt 30 Jahre Guido Schwalt als Dirigent der Stadtmusik und 150 Jahre Feuerwehrverein Rorschach, was haben diese Jubiläen gemeinsam? «Wir sind gegenseitige Vereins-Ehrenmitglieder und pflegen eine stetige Freundschaft», klärte Guido Schwalt auf. Feuer ist aber auch etwas das Symbol für das Erfolgsgeheimnis von Schwalt. «Das Feuer für die Stadtmusik empfand ich bereits als junger Bursche.» Die ersten acht Jahre wirkte Guido Schwalt als Klarinettist bei der Stadtmusik. Im zarten Alter von 22 Jahren übernahm er sie als Dirigent.
Auch nach 30 Jahren ist das Feuer bei Guido Schwalt noch bei weitem nicht erloschen. «Das Feuer brennt gegenseitig, das spüre ich immer wieder.» Schwalt verweist auf Kontinuität, die mit seiner langen Dirigenten-Tätigkeit und vieler langjähriger treuer Musikantinnen und Musikanten gegeben sei. «Und wir sind extrem experimentierfreudig». Schwalt nennt als eines der vielen Beispiele Konzerte mit Ruedi Wachters Handharmonika-Club, mit der Panflöte oder mit einem italienischen Chor.
Feuer und Klang An den beiden Jahreskonzerten spielte die Stadtmusik mit viel Feuer und Rauch; die Feuerwehr war jederzeit zur Stelle. Im Klang drang die «Stamuro» auf der ganzen Linie durch. Dabei hat sie sich die Sache nicht leicht gemacht. Es war ein Konzert mit anspruchsvollen Stücken aus der Filmwelt, mit Marsch, Polka, Rock und natürlich mit seiner Lieblingsmusik, nämlich Musicals. Bekannte Komponisten wie der Filmkomponist Hans Zimmer oder Jacob de Haan wurden neben anderen in der Literatur ausgewählt.
Besonders gefordert wurde die Stadtmusik Rorschach mit «Armenian Fire Dance». Dieses Stück war eines der zahlreichen Höhepunkte des Jahreskonzertes.

Jahreskonzert 2008

St. Galler Tagblatt, Ivo Mühleis - Stamuro spielte sich ins Eurofieber Mit einem Musik-Kabarett-Abend ging die Stadtmusik Rorschach neue Wege Rorschach. Unter dem Motto «Euro 08 – Fussballhymnen und EM-Party-Hits» wagte die Stadtmusik eine Synthese zwischen Blasmusik und Kabarett. Den beiden Kabarettisten wurde dabei ebenbürtig zur Musik Platz geboten. Fast könnte man meinen, die Uefa hätte den Blasmusikvereinen das diesjährige Motto für ihre Unterhaltungsabende vorgeschrieben. Landauf, landab liest man in Konzertprogrammen dieselben Musiktitel unter denselben Leitmotiven. Dass es aber auch möglich ist, sich abzuheben, bewies die Stadtmusik mit ihrem Musik-Kabarett-Abend. Die Stamuro gewährte den beiden Kabarettisten Dani Niederer und Bruno Zürcher eine angemessene Plattform, ohne ihren Teil zur abendfüllenden Show zu vernachlässigen. Und so liess sich das wie immer äusserst zahlreich erschienene Publikum bestens und kurzweilig unterhalten und begeistern. Würdige Eröffnungsfeier Mit dem Eröffnungsmarsch «Gruss aus Wien» unter der sicheren Leitung von Vizedirigent Raffael Schwalt stimmte das gut besetzte Blasorchester auf das Motto und die Eröffnungsfeier ein und gab dann den beiden Fernsehkommentatoren in der Stadthof-Arena ausgiebig Platz, sich über die bevorstehende Euro zu unterhalten und die gute Stimmung gleich anzuheizen. Im Anschluss daran wagte sich die Stadtmusik mit «Pomp and Circumstance» und «Air d'Ambiance» an nicht ganz einfache Werke. Wenn auch technisch nicht durchwegs überzeugend, so begeisterte man mit gut gespielten Soli und den sehr gefühlvollen Melodien und dem äusserst geschickten Einbau in die gesamte Eröffnungsfeier der Euro. Der abschliessende «Florentiner Marsch», dem Ehrenjubilar Erwin Baumgartner sen. für seine 60jährige Vereinstreue gewidmet, rundete gefühlvoll ab und entliess das Publikum in eine kurze Werbepause. Packendes Eröffnungsspiel Das recht jugendlich und mit Nachwuchs der Jugendmusik Young Winds besetzte Orchester zeigte sich gleich zu Beginn des zweiten Teils und somit des eigentlichen Eröffnungsspiels in bester Spiellaune, das mit «Fasten Seatbelts» ohne Dirigent wirkungsvoll dargeboten wurde. In der Folge spielte sich die Stamuro von Stück zu Stück in einen wahren Spielrausch, getragen von den eingängigen Melodien der Fussballhymnen und -hits aus aller Welt, wie «Livin' la Vida Loca», «Carneval de Paris» oder «We are the Champions». Der Sound bekam zusätzlichen Halt durch die geschickt eingebundene «Miniband», bestehend aus Piano, E-Bass und Gitarre. Dabei wirkten diese blasorchesterfremden Instrumente nie aufdringlich, sondern fügten sich nahtlos in den Klang ein. Showeffekte wurden eingebaut, wo sie sich aufdrängten, nie aber auf Kosten der Musik. Hervorragende Spielleitung Dirigent Guido Schwalt führte seine Musikantinnen und Musikanten in sicherer und impulsiver Art durch den ersten Teil des Programms und leitete dann im zweiten Teil in Kleidung und Gestik als überzeugender Schiedsrichter das Eröffnungsspiel. Die beiden Kabarettisten Bruno Zürcher und Dani Niederer zeigten sich in gewohnter Stärke und Bissigkeit und gaben dem Spiel als Fernsehmoderatoren viel Farbe. Da stritten sie sich als Co-Kommentatoren aus der Schweiz und Österreich, dort führten sie Gespräche mit Fussballgrössen wie Gilbert Gress oder Giovanni Trapattoni oder mit gewichtigen Persönlichkeiten aus Politik wie Bundesrat Schmid oder Stadtpräsident Müller. Meist wurde über Fussball gesprochen, oft konnten sie ihre Vorliebe für Seitenhiebe an die Politik aber doch nicht verbergen. Die Art, wie Dani Niederer sich in die verschiedenen Rollen einfühlen konnte, war verblüffend, während sein Partner stets den ruhenden Pol des Kommentators innehatte. Diese Synthese zwischen witzigem, unterhaltsamem und themenbezogenem Kabarett mit vielen gekonnten Wortspielereien und der Musik, bestehend aus unzähligen Melodien, welche hundertfach in Fussballstadien gesungen und gespielt werden, liess für den Zuhörer ein abendfüllendes, leicht verdaubares Programm entstehen, das seine Wirkung nicht verfehlte und mit frenetischem Applaus quittiert wurde.

Jahreskonzert 2007

St. Galler Tagblatt, Ivo Mühleis -  Vom Programm verzaubert. Der Stadtmusik Rorschach gelang an den Jahreskonzerten die Synthese von Musik und Zauberei. Unter dem Motto «Vom Zauber- und Dirigentenstab» verstand es das Blasorchester der Stadtmusik ausgezeichnet, die verschiedenen Elemente der Musik mit Zauberei und Moderation zu einer Einheit verschmelzen zu lassen. Was am Anfang als gewagter Versuch im Kopf des Dirigenten Guido Schwalt erste Formen annahm, kann nach dem erfolgreichen Konzertabend als durchwegs gelungen bezeichnet werden. Die Stadtmusik Rorschach wusste mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln ein Optimum zu erreichen und das wie immer äusserst zahlreiche Publikum zu begeistern. Magische Melodien Bereits mit dem Eröffnungsmarsch «Alte Kameraden» setzte die Stadtmusik den Grundstein für das so erfolgreiche wie auch einfache Konzept von «Magic Sounds»: gefühlvolle, bekannte und mitreissende Melodien zum Geniessen. Keine abgehobenen Kompositionen oder Arrangements, sondern «Sounds», welche beim Zuhörer ankamen und verstanden wurden. Phantom of the Opera, Lord of the Ring, Harry Potter, Orpheus in der Unterwelt, Cabaret, Cats, Les Misérables, Queen. Kaum jemand im Publikum, der nicht die meisten der Titel schon gehört hatte. Diese Melodien wirkten tatsächlich magisch, blieben nicht am Bühnenrand haften, sondern erreichten das Publikum und vermochten zu verzaubern. Spielfreudiges Orchester Das mehrheitlich jugendliche und gut besetzte Orchester zeigte sich in bester Spiellaune, wohl auch getragen von den vielen eingängigen Melodien und Rhythmen. Geführt von einer sicheren und nie aufdringlich wirkenden Percussionsgruppe, getragen von warmen Bass- und Tenorstimmen, schwebte die Stadtmusik von Melodie zu Melodie. Durchwegs sichere Solisten aus allen Registern zeigten das vorhandene Potenzial auf. Sie konnten sich stets auf eine seriöse und sichere Begleitung des Orchesters verlassen. Man verzichtete auf aufwendige Showeffekte, verliess sich auf einige wenige, aber sehr wirkungsvolle Gags. Die geschickt eingesetzte und sehr musikalisch geführte Lichtregie trug ganz wesentlich zu einem homogenen Bild bei. Die oft etwas hart wirkenden Trompeten und das stellenweise mit Trübungen kämpfende Holz vermochte dem guten Gesamtbild keinen Abbruch zu tun. Was zählte, war der magische Sound über den gesamten Abend gesehen. Der langjährige Dirigent Guido Schwalt führte seine Musikantinnen und Musikanten in gewohnt sicherer und impulsiver Art durch das Programm und die Klippen der verschiedenen Kompositionen. Auch Vizedirigent Raffael Schwalt liess sich vom Schrei des Phantoms nicht aus der Ruhe bringen und dirigierte das Orchester stilsicher durch die Unterwelt der Pariser Oper. Einmal mehr bewies die Stadtmusik eine glückliche Hand bei der Auswahl der Gäste. Die junge Panflötenvirtuosin Andrea Zeller war allein den Besuch schon wert. Mit ihrer filigranen Technik, enormem Ausdruck und einer blendenden Spiellaune, riss sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin und konnte erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen. Das Verzaubern gelang Die von Star-Panflötist Cornel Pana speziell für die Stadtmusik arrangierten Werke waren aber auch eine grosse Herausforderung für das Begleitorchester und den Dirigenten. Mit magischer Hilfe wurde aber auch diese Aufgabe sicher gemeistert. Dem Zauberer und Moderator Rono Kertini fiel die wohl schwierigste Aufgabe des Abends zu, die Synthese zwischen Zauber- und Dirigentenstab herzustellen. Er zeigte zwar keine neuen oder spektakulären Tricks, wusste aber diese bekannten Nummern ganz geschickt mit viel Humor und Publikumswirksamkeit in das Programm zu verpacken.

Jahreskonzerte 2006

St. Galler Tagblatt, GISELA TOBLER-DORNBIERER - Von «Police Academy» bis «Grease» Rorschacher Stadtmusikanten luden zur Oscar-Verleihung in den Stadthofsaal. Spiel mir das Lied vom Film: Die Jahreskonzerte der Stadtmusik Rorschach standen ganz im Zeichen von bekannten Hollywood-Soundtracks – und von Special Guest Jesse Brown. Es ist ein glamouröses Stelldichein von berühmten Filmstars, vom ziemlich lädierten Ben Hur über Esmeralda und ihren Notre-Dame-Glöckner Quasimodo, die eigens aus Paris angereist sind, bis hin zum schon etwas in die Jahre gekommenen James Bond sowie Charles Bronson, der sich nicht gerade gesprächig zeigt, dafür wunderschön auf seiner Mundharmonika spielt. Sie alle sind nach Rorschach gekommen, um im Stadthofsaal bei der Oscar-Verleihung in der Sparte Filmmusik dabei zu sein. Moderatorin Sonja Zürcher fühlt den Hollywood-Grössen charmant auf den Zahn. In erster Linie erkundigt sie sich, wie es ihnen am Bodensee gefalle. Gut natürlich, und James Bond ist so begeistert, dass er daran denkt, seinen nächsten Film bei uns zu drehen. Gut im Griff Die musikalische Umrahmung ist Sache der Stadtmusik Rorschach, die sich ganz auf ihre illustren Gäste eingestellt hat. Das Programm ist unter anderem bestückt mit Soundtracks aus «La Strada», «Exodus», «Squadron» oder «Jag». Als erster greift Vizedirigent Raffael Schwalt zum Taktstock und zeigt mit dem Marsch aus dem Film «Police Academy», wie gut er das Orchester schon im Griff hat. Für den Rest des Abends übergibt er an Ehrendirigent Guido Schwalt, der seine Musikantinnen und Musikanten gewohnt elegant und leichtfüssig zu Höchstleistungen anspornt. Inklusive den Mann an der Bassgeige, der optisch zwar ein schönes Bild bietet, doch neben den mächtigen Bläsern akustisch chancenlos bleibt. Nicht überschäumend Bis zur Pause applaudiert das Publikum höflich, aber nicht überschäumend. Am musikalischen Können gibt es kaum etwas auszusetzen. Ob es wohl daran liegt, dass alle Stücke relativ ähnlich tönen? Kraftvoll, leidenschaftlich und mit viel Fortissimo. Im zweiten Teil kommt die Wende. Nicht nur, dass der Kontrabass gegen eine E-Gitarre eingetauscht wird, die sich mehr Gehör verschaffen kann. Mit «Spiel mir das Lied vom Tod» ertönen neue, facettenreiche Klänge. Charles Bronson alias Simon Roettig begeistert mit seiner Mundharmonika und sichert sich fast schon tosenden Beifall. Das Eis ist endgültig gebrochen, als Special Guest und «Music Star»-Finalist Jesse Brown angesagt wird. Zurzeit absolviert er eine soziale Lehre beim Heilpädagogischen Verein Rorschach. Daneben wird er für zahlreiche Auftritte gebucht: «Ich will in der Musik bleiben und hoffe, dass ich sie eines Tages zum Beruf machen kann.» Mit «Can you feel the Love tonight» aus dem Film «Lion King», komponiert von Sir Elton John, singt sich der Goldacher mit der einzigartigen Stimme direkt in die Herzen seiner zahlreich erschienen Fans. Es ist das erste Mal, dass er sich von einem Blasorchester begleiten lässt. Das Resultat begeistert das Publikum über alle Massen, und der Applaus will gar nicht mehr aufhören. Oscar fürs Publikum Bevor die Moderatorin zur Oscar-Verleihung schreitet, gehört die Aufmerksamkeit nochmals dem Orchester. Bei «Mein Name ist Bond, James Bond» brillieren verschiedene Solisten, und zur bitterbösen Antikriegsgeschichte «Mash» scheint im Stadthofsaal ein veritabler Helikopter zu kreisen. Dann wird es feierlich. Präsident Roald Aebischer überreicht Sonja Zürcher das Couvert. And the winner is: das Publikum. «Als Dank für Ihre Unterstützung und weil Ihr Applaus Musik in unseren Ohren ist», lautete die Begründung. Mit einem beschwingten Potpourri aus «Grease» als krönender Abschluss hat sich die Stadtmusik den Applaus denn auch ganz besonders verdient. Mehrere Zugaben Dann heisst es nochmals Bühne frei für Jesse Brown. Zu «Everybody needs somebody» von den legendären «Blues Brothers» präsentiert er sich mit all seinen Talenten, wirbelt über die Bühne und zieht eine Show ab, die das Publikum förmlich von den Sitzen reisst. Und Jesse revanchiert sich für so viel Begeisterung mit mehreren Zugaben.

Jahreskonzerte 2005

St. Galler Tagblatt, GISELA TOBLER-DORNBIERER - Eine gelungene Musik-Weltreise Die Stadtmusik Rorschach lud zum traditionellen Jahreskonzert mit dem Motto worldmusic@stamuro. Die Solo- violinistin Simone Küng und das Akkordeon-Ensemble von Ruedi Wachter musizierten mit der Stadtmusik Rorschach. Die ungewöhn- liche Kombination hat dem Publikum ausserordentlich gut gefallen. Statt die Vorweihnachtszeit mit ihren Liebsten zu verbringen, hatten sich die Musikantinnen und Musikanten der Stadtmusik Rorschach mit ihrem Dirigenten Guido Schwalt im Probelokal verschanzt. Denn sie wollten ihre treuen Anhänger bereits zu Beginn des neuen Jahres mit einem hochstehenden Konzert erfreuen. Für dieses Engagement dankte das Publikum mit einem Grossaufmarsch im Stadthofsaal. Meister auf der Dijembe Die musikalische Reise durch Europa, Afrika, Süd- und Nordamerika, charmant begleitet von Nicole Fitze, begann in England, wo den Mitreisenden mit «Merry go Round» von Philipp Sparks der notwendige Schwung vermittelt wurde. Nach der Begrüssung durch Stamuro-Präsident Ronald Aebischer gings in die unendliche Weite der afrikanischen Savanne. Zu «African Wildlife» von Kees Vlak erwies sich Perkussionist Dani Walch als wahrer Meister auf der Dijembe. Perfekte Harmonie In Italien stiess Violinistin Simone Küng zur Reisegesellschaft. Diese in der Tat ungewöhnliche Kombination verlangte von den Bläsern viel Disziplin und Zurückhaltung, um den zarten Gast nicht zu übertönen. Die Harmonie war perfekt, denn Guido Schwalt hatte sein Orchester bestens im Griff und überdies mit «Serenata Sentimentale» von Enrico Toselli die richtige Wahl getroffen. Nächstes Ziel war zwar Frankreich, doch musikalisch fühlte man sich durch die «Suite Oriental» von Francis Popy ins Reich der hüftschwingenden Tempeltänzerinnen versetzt. Neue Dimensionen In Argentinien überliessen die Flötisten und Klarinettisten ihre Plätze in der ersten Reihe dem Akkordeon-Ensemble. Dessen Paradestück «Libertango» von Astor Piazolla erlangte im Zusammenspiel mit den Bläsern ganz neue Dimensionen. Für die Zuhörer ein besonderer Genuss, es tat gut, sich diesem Wohlklang mit allen Sinnen hinzugeben. Letzte Station vor der Pause war Ungarn mit den «Ungarischen Tänzen Nr. 5 und 6» von Johannes Brahms. Wiederum war es äusserst spannend, diese weltbekannten Melodien in ungewohnter Zusammensetzung zu erleben. Was aber deutlich wurde: Wenn das Orchester fortissimo spielte, hatten die Akkordeons akkustisch keine Chance mehr. Blumen und Geschenke Frisch gestärkt ging es anschliessend wieder über den grossen Teich nach Kuba und Brasilien. Immer noch mit von der Partie das Akkordeon-Ensemble, das nach dem «Cha Cha Cha de Cuba Libre» von Günther Norris und «Tico Tico» von Zequinha de Abreu mit Blumen und Geschenken verabschiedet wurden. In Nordamerika blieb die Stadtmusik unter sich, mit dem Vorteil, dass sie punkto Lautstärke für einmal keine Kompromisse eingehen musste. Gewählt wurde Leonard Bernsteins «West Side Story», und zwar in der Broadway-Originalversion, zu erkennen am speziellen Schlussakkord. Zurück in Ungarn gab es ein Wiedersehen mit Simone Küng, die Vittorio Montis «Csardas» bereicherte. Alles abverlangt In Irland wagte man sich an «Riverdance» von Bill Whelan. Ein Werk, das unter die Haut ging, dem Dirigenten und seinem Orchester durch die anspruchsvollen Taktwechsel rhythmisch alles abverlangte. Die Herausforderung meisterten sie mit Bravour, so dass sie die letzten beiden Reiseziele locker in Angriff nehmen konnten. In Spanien spielten sie «Besame Mucho», den bekannten Paso Doble von Consuelo Velazquez. Und als feuriges Schlussbouquet ertönte der Welthit «Mambo Nr.5». Veritable Zäuerli Für die erste Zugabe gelang Guido Schwalt eine Überraschung. Seine Idee, mit dem Akkordeon-Ensemble ein Schweizer Potpourri samt veritablem Zäuerli und Juchzer zu präsentieren, traf ins Schwarze und zeigte, dass die Stadtmusik das Zeug zum Jodelchor hätte. Als zweite Zugabe folgte «Everybody loves to jive» mit tollem Saxofon-Solo. Und weil das Publikum immer noch keinerlei Anstalten machte, den Heimweg anzutreten, spielte man auf vielseitigen Wunsch nochmals die Jodeleinlage.

Jahreskonzerte 2004

St. Galler Tagblatt, ELISABETH VON HOSPENTHAL - Festkonzert und Ehrennadel Beim Jahreskonzert der Stadtmusik gab zum 25. Mal Guido Schwalt Takt und Ton an. Die Stadtmusik Rorschach und Dirigent Guido Schwalt feierten ihre 25-jährige Zusammenarbeit mit einem glanzvollen Festkonzert am Samstagabend und am Sonntagnachmittag im Stadthof mit 1400 Musikfreunden. Seit 25 Jahren leitet Guido Schwalt die Stadtmusik Rorschach mit klarer Taktstockführung durch die verschiedens-ten musikalischen Stilrichtungen. So gehören zum Repertoir dieses Orchesters klassische Kompositionen genauso wie volkstümliche Weisen, Jazz, Musicals und Filmmusik. Von dieser Vielfalt geprägt war auch das Jahreskonzert 2004. Achtung: Dirigent bewaffnet Wie immer ist der Stadthofsaal bis fast auf den letzten Platz besetzt, und das Orchester spielt wie immer mit der ihm eigenen Präzision, lässt sich von seinem Dirigenten sicher und mit erkennbarer Freude am Musizieren auch durch schwierige Passagen und gefährliche Klippen weisen. Und doch ist 2004 nicht alles so wie sonst. Die ganze Atmosphäre scheint eine Spur feierlicher, die Gesichter der Bläserinnnen und Bläser wirken nachdenklicher. Wenn im Jubiläumskonzert etwas schief ginge ... Doch kaum erklingen erste Fanfarenklänge, löst sich ihre Spannung, sie drehen auf und spielen sich mit der feierlich-pathetischen Kraft dieser Musik in die Herzen ihres Publikums. Nicht ganz ernst genommen wird der Hinweis, Guido Schwalt sei fest entschlossen, heute einen Vogel kaltblütig zu erschiessen, der ihm durch dauerndes Dazwischenpipen ein vernünftiges Arbeiten unmöglich mache. Aber der Dirigent erscheint wirklich mit geschultertem Gewehr. Und schon die ers-ten Töne des Orchesters werden vom laut krächzenden «Zirp, Zip, Zirp, Zip» des unmusischen Schnabeltieres übertönt. Da fällt auch schon ein Schuss; der schiesssportliche Musiker hat das freche Vogeltier nach Aussage der von Federn fast erschlagenen Musikanten getroffen. Aus der Kehle, aus dem Bauch Karin Ettlinger, erfolgreiche Sängerin und Radio-Moderatorin, führt geschickt und mit unterstützenden Kurzinformationen durch das Festprogramm. Allerdings nicht allein, denn auf ihrem Arm sitzt Chico, eine fürchterlich vorlaute Puppe, mit der sich Karin Ettlinger bauchrednerisch unterhält. Denn Bauchreden ist das dritte Talent dieser vielseitigen Künstlerin. Wechselspiele Nach dem kraftvollen, intensiv gespielten Triumpfmarsch von Giuseppe Verdi kündigt die Moderatorin Schweizerisches an: Giacchino Rossini mit dem «Wilhelm Tell Galopp». Hier stellt sich Madeleine Fitze als Solistin mit dem von ihr virtuos gespielten Xylofon vor. Mit Bravour und scheinbarer Leichtigkeit spielt sich die Stadtmusik Rorschach durch diese italienische Opernmusik, die ursprünglich für ein Streichorchester geschrieben wurde. Alle Register seines Könnens muss das Orchester dann auch bei «El camino real» aus der Feder des Blasmusikkomponis-ten Alfred Reed ziehen. Denn hier wird die Interpretation durch ständige Wechselspiele besonders anspruchsvoll.. Drei Baritonsaxofone im Glück Ebenfalls als Solisten stellen sich mit dem Baritonsaxofon Roald Aebischer, Christian Kaiser und Raphael Weber vor. Mit «Big Horn Blues» von A. Hermann haben die drei ausgesprochen Glück. Denn da die meisten Blasorchester nur ein Baritonsaxofon haben, ist es schwierig, für drei Instrumente geeignete Literatur zu finden. Umso mehr geniessen es die drei Baritonsaxofonisten, sich auch einmal solistisch präsentieren zu können. Show auf hohem Niveau Nach der Pause ist die Stadtmusik mit Show angesagt. Und dieser Ankündigung werden die Musikantinnen und Musikanten in jeder möglichen Form gerecht. So präsentieren sie sich mit geblumten Westen des Biedermeier und stehen beim Spiel wechselseitig auf. Musikalisch geht bei diesen Ohrwürmer auf höchstem Niveau die Post ab. Mal erinnert das Tempo des Spiels an einen olympischen Endspurt, mal begleitet das Orchester gekonnt zurückhaltend Karin Ettlinger, wenn sie mit warmer, voller Stimme aus «Evita» singt oder sich bei der Filmmusik «Goldeneye's» mit ebenso kraftvoller Stimme, wie man sie von Tina Turner kennt, mit James Bond anlegt. Das Publikum ist begeistert, verlangt Zugaben. Der Wunsch wird erfüllt mit Melodien aus dem Musical «Hair» und mit dem berühmten Lied, in welchem es Männer regnet. Den Schlusspunkt setzt die Stadtmusik selbst, indem das ganze Orchester, voran Guido Schalt, begleitet von «Lady sunshine' die Bühne verlässt und durch den Mittelgang dem Ausgang zustrebt. Goldene Ehrennadel Damit geht ein für alle Beteiligten erfreulicher, aber auch anstrengender Einsatz zu Ende. Die Stadtmusik Rorschach ist im Laufe des Jahres offensichtlich noch stärker geworden. Vor allem sei das hohe Leistungsniveau dieses Orchesters seinem Dirigenten Guido Schwalt zu verdanken, erklärt Marco Barandun, der als Aufsichtsrat des Schweizer Blasmusikdirigenten-Verbandes dessen Dank und Grüsse an Guido Schwalt überbringt und dem Stadtmusik-Dirigenten die Goldene Ehrennadel für besondere Dienste verleiht.

Jahreskonzerte 2003

ST. Galler Tagblatt, Richard Bischof - STAMURO versprühte Lebensfreude Die grösste Big-Band auf der Stadthofbühne: Die Stadtmusik Rorschach mit ihren Jahreskonzerten 2003. Bei ihren Jahreskonzerten 2003 stösst die Stadtmusik Rorschach an Grenzen: Mit rund 70 Mitwirkenden ist die Bühne des Stadthofsaales randvoll. Mit einer breiten Palette von anspruchsvoller bis fetziger Musik begeistert das Corps Fans und Gäste. Jahreskonzerte sind die Aushängeschilder von Blasmusikvereinen. Seit Jahren schrumpft die Einwohnerzahl Rorschachs; trotzdem musizieren zwei Blasorchester auf hohem Niveau mit steigenden Mitgliederzahlen. Die Stamuro tritt erstmals mit rund 70 Mitwirkenden auf, dabei sind auffallend viele junge Bläserinnen und Bläser. Das Konzert wird eröffnet mit dem besonderen Marsch-Medley «A Disney March Spectacular», schmissig gespielt, präzis, temporeich, gespickt mit vielen kompositorischen Einfällen. Im «Glorioso» von Ed Huckeby kommen die verschiedenen Stimmen und Stimmungen in den einzelnen Registern deutlich zum Tragen. Der Begriff «Katzenmusik» ist für uns negativ besetzt. Wie schön Katzenmusik wirklich sein kann, demonstrieren die beiden jungen Trompeter Andreas Keller und Raffael Schwalt im «Katzenduett» von Gioacchino Rossini. «Rise of the Firebird» von Steven Reinecke ist eines jener Stücke, die dank ihrer Transparenz Bilder zeichnen und die Fantasie der Hörenden anregen. Einen besonderen Höhepunkt bildet die Ballettmusik aus «Silvia» von Leo Delibes. Direktor Guido Schwalt leitet sein Corps mit klarer Diktion. Spritzig und mit heller Farbe in den Holzregistern, mit sauber gesteigerten Stringendos und gut kontrollierten Rallentandos führt er sein Orchester zu Höchstleistungen. «Golden Age of Jazz» Umgestaltet zur wohl grössten Big-Band, die je auf der Stadthofbühne gespielt hat, ergänzt durch E-Bass und E-Piano und mit einem Bandleader in perfektem Outfit: so präsentiert sich die Stamuro im zweiten Konzertteil. Die Rhythmusgruppe - allein auf der Bühne - reisst das Publikum zum Klatschen mit, während die Bandmitglieder durch die Saalmitte auftreten und noch gehend zu spielen beginnen. Simon Roettig und Hans Mühlbauer plaudern unbekümmert humorvoll und stellen Brücken zu den Werken her. Für «Big Daddy's Blues», einem Arrangement von Guido Schwalt, treten drei sonnenbebrillte Gestalten mit schwarzen Hüten auf: Mario Blatter, Nicole Fitze und Mario Schubiger improvisieren auf ihren Instrumenten Grossvaters traurige Erzählung. Immer häufiger spendet das Publikum spontanen Szenenapplaus. Heiss und rhythmisch präsentiert sich der «Mambo Jambo», eine kubanische Besonderheit von Perez Prado. Die Höhepunkte mit vielen Soloeinlagen folgen Schlag auf Schlag. Bandleader Schwalt, die Musizierenden und das Publikum geraten ins Schwitzen. Unsterblicher Udo Jürgens Eigentlich kennen ihn alle, singend, schwitzend am weissen Flügel. Udo Jürgens boomt seit Jahrzehnten. Seine Lieder haben den Ruf der Unsterblichkeit erlangt. Auch für die Stamuro wird das Medley zu einer sportlichen Leistung mit «17 Jahr, blondes Haar», «Mit 66 Jahren», «Aber bitte mit Sahne» und so weiter bis zum «Ehrenwerten Haus». Das Feuerwerk an begeisternden Darbietungen führt über «Les yeux noirs», bei dem alle mitsingen können, bis zum altbekannten Marsch «Alte Kameraden». Musizierende und der Bandleader spielen einen offenen Streit; der Marsch wird immer wieder unterbrochen, weil ein junger Dirigent dazwischendrängt und die Melodie im Swing-Rhythmus weiterführt. Sogar der eigene Sohn macht Guido Schwalt den Platz streitig und lässt die «Alten Kameraden» als Dixieband weiterspielen. Am Schluss erobert sich aber Schwalt die Position zurück, die ihm als Gestalter des Konzertes auch gehört. Er hat mit der Stamuro viel Freude, Lebensfreude versprüht. Stichwort Guter Jahrgang 2003 Kenner und Geniesser konsumieren nicht einfach, sie suchen zum Fest auserwählte Weine aus. So hat es die charmante Ansagerin Annelie Scheifele gut getroffen: «Die Stadtmusik ‹Jahrgang 2003› soll ein besonders guter musikalischer Tropfen werden.» Die Auswahl der Werke und ihre Präsentation zeugen von breiter Kenntnis und hoher musikalischer Kultur.

Jahrekonzerte 2002

St. Galler Tagblatt, Richard Bischof - Wenn die Musik zur grossen Show wird Das Jahreskonzert der Stadtmusik Rorschach überzeugte durch sein vielfältiges Programm Mit einem starken Auftritt präsentiert sich die Stamuro an ihrem Jahreskonzert. Von klassischer Musik zur Moderne, von originaler Blasmusikliteratur zu Bearbeitungen, vom Ensemble bis zum Solo. Und dazu zwei Mal volles Haus. Was erwartet heute das Publikum von einem Jahreskonzert? Wer ist überhaupt dieses angesprochene Publikum? Guido Schwalt, seit über 20 Jahren musikalischer Leiter, suchte nach einer vertretbaren Mischung. Mit dem Jahreskonzert 2002 hat er diese Aufgabe sehr gut gelöst. Interessantes Programm Original für Blasmusik geschrieben sind der Konzertmarsch «Ascot» und die Ouvertüre «Seagate». Die Präsentation gelingt mit vollem Klangkörper, weich und überzeugend in den Tempowechseln. Edvard Grieg zählt zu jenen Nationalkomponisten, die der Musik neue Impulse vermittelten. Mit «Per Gynt», und besonders mit der «Morgenstimmung», ist der Norweger Grieg auch bei uns unsterblich geblieben. «Leicht, dem Fluge eines Schmetterlings gleich, wechselt die Melodie zwischen Oboe und Flöten», erklärt Annelie Scheifele, die sympathisch kurz durch den ersten Programmblock führt. Ein Konzerthöhepunkt dann die Stücke aus den Tanzshows «Riverdance» und «Lord of the Dance», einem begeisternden Spiel mit mitreissendem Rhythmus und passender Show. Phasenweise etwas unruhig oder hastig wirkt die Ouvertüre zu Strauss' «Fledermaus», denn Klarinetten sind eben keine Streicher. Trotzdem ein gelungener Versuch. So ebenfalls «Also sprach Zarathustra», dem Guido Schwalt mit seiner Interpretation die Krone aufsetzt. Musik, die bewegt Showtime pur, abwechslungsreich, manchmal auch lässig verführerisch - so präsentiert sich der zweite Konzertteil. Ein Song aus dem Disney-Film «Aladdin» wird vorgetragen. Anita Sandmeier schmettert recht professionell «One Moment in Time» von Withney Houston in den Saal. So reiht sich Höhepunkt an Höhepunkt - Showtime ist angesagt. Musik, die bewegt. Die Stamuro hat mit ihrem Jahreskonzert überzeugt.

Jahreskonzerte 2001

ST. Galler Tagblatt, Elisabeth von Hospenthal - Stadtmusik mit Verdi und Elton John Gelungenes Jahreskonzert «Stamuro 2001» im Stadthofsaal. Die Stadtmusik Rorschach konnte am Samstagabend und am Sonntagnachmittag ihr Jahreskonzert unter Mitwirkung des Corale Santa Cecilia Rorschach jeweils vor einem vollen Stadthofsaal geben. Die Stadtmusik Rorschach lud zum Jahreskonzert 2001 ein und alle kamen. Über den Grossaufmarsch freudig überrascht waren selbst die Veranstalter, die bisher noch nie in einem bis auf den letzten Platz besetzten Stadthofsaal spielen konnten. Und sie enttäuschten ihr Publikum nicht, dem das Orchester, zum Teil unter Mitwirkung des Corale Santa Cecilia Rorschach, ein abwechslungsreiches, musikalisch exzellentes Programm bot. Eröffnet wurde der erste, klassische Teil desKonzerts mit dem feierlich getragenen «Rondeau aus Abdelazar» von Henry Purcell, gefolgt vom berühmten «Bells of Freedom», dem «Freude schöner Götterfunken» aus Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125. Schon hier zeigte sich die durch lange Zusammenarbeit zwischen dem Orchester und seinem Ehrendirigenten Guido Schwalt erreichte Harmonie. Chor und Orchester Dann kündigte Annelie Scheifele, die durch den ersten Teil führte, den Zigeunerchor aus Giuseppe Verdis «Troubadour» an. Ohne lange Unterbrechnung hatten die Sängerinnen und Sänger des Corale Santa Cecilia zwischen der Stadtmusik Aufstellung genommen, und beide Klangkörper boten dem begeisterten Publikum ein perfektes Zusammenspiel, das unter dem Taktstock von Guido Schwalt zu einem musikalischen Hochgenuss wurde. Mit tosendem Applaus wurde die Wiederholung gefordert. Damit hatte der erstmalige gemeinsame Auftritt von Chor und Orchester seine Feuerprobe mit Bravour bestanden. Einander näher kennen und schätzen gelernt hatten sich die Musiker bei der von ihnen mitgestalteten Fronleichnamsfeier 2000, und die Dirigenten Guido Schwalm und Claudio Ambrosi beschlossen ihren gemeinsamen Auftritt, der nun, nicht zuletzt durch das hohe Können beider Formationen, zu einem vollen Erfolg wurde. Dann der stilistische Wechsel von der grossen Oper des 19. Jahrhunderts ins Amerika des 20. Jahrhunderts. Mit der «New York Ouverture» vonKees Vlak entführte die Stadtmusik ihr Publikum auf eine Stadtrundfahrt durch die vielseitige Weltmetropole. Vom romantischen Morgenspaziergang durch den Park über die hektische, verkehrsreiche Innenstadt bis nach dem von Jazz erfüllten Harlem konnte das Orchester alle Register seines Könnens ziehen und ging dabei sicher und nahtlos mit den zahlreichen Übergängen zwischen verschiedensten musikalischen Stilrichtungen um. Überzeugend auch Christoph Baumgartner mit einem eindrucksvoll gespielten Trompetensolo. Mit dem anspruchsvollen Konzertmarsch «Unter der Admiralsflagge» von Julius Fucik endete der erste, klassische Teil des Konzerts. Elton John zu Gast Nach der Pause gings mit dem «Rock opening» von Manfred Schneider gleich rockig rassig weiter. Dann kündigte Simon Roettig, der durch den zweiten Teil führte, Elton John an. Mit «Tonight», einer Komposition des Künstlers, arrangiert von Guido Schwalt, brillierte am Flügel Sämi Peter, der mit verblüffend ähnlicher Stimme wie das Original auch gesanglich begeisterte. Nach dem rassigen «Boogie Woogie Bugle Boy» sorgte der Corale Santa Cecilia unter der Leitung seines Dirigenten Claudio Ambrosi mit berühmten Gospels und Spirituals für weitere musikalische Höhepunkte. Dabei bekam die ausgelassene, heitere und rhythmische Frömmigkeit der Schwarzen durch die italienische Sprache einen ganz besonderen Reiz, dem auch das spontan mitklatschende Publikum erlag. Ausgelassene Stimmung Beim fröhlichen «Ciribiribin» von Alberto Pestalozza war die Stadtmusik Rorschach wieder unter sich und zeigte, dass sie auch mit traditionellen Schweizer Volksweisen perfekt umgehen kann. Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgte hier Thomas Eilinger, der das besonders schwierige Trompetensolo noch einige Stufen anspruchsvoller mit der Posaune zum Erklingen brachte. Nochmals mit Pfiff und Rasse dann «Drums a plenty» von Lew Pollack. Wie sicher und stark dieses Orchester vor allem auch mit spannungsgeladenem, zunehmendem Tempo umgeht, zeigte sich hier besonders eindrucksvoll. Mit diesem programmmässig letzten Stück gab sich das jubelnde Publikum allerdings nicht zufrieden, es forderte Zugabe um Zugabe. Zur offensichtlichen Freude der Musikanten, die durch zusätzliche Einlagen begeisterten. So auch Guido Schwalt, der mit einem echten Baseballschläger einen ihm zugespielten Ball verfehlte. Kein Zweifel, mit Taktstock und Noten kann dieser Dirigent wesentlich treffsicherer umgehen.